GFFU zeichnet vier Forschende aus: Jahres Veranstaltung 2026

GFFU zeichnet vier Forschende aus: Jahres Veranstaltung 2026

Alle Preisträger der Jahresveranstaltung 2026
Preisverleihungen bei der Jahresveranstaltung 2026. Untere Reihe (v.l.n.r.): GFFU-Präsident Thomas Buschmann, Prof. Dr. Julia Kraft und HHU-Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck; mittlere Reihe: Prof. Dr. Maria Grandoch und Dr. Alicja Strzalkowska; obere Reihe: Laudator Prof. Dr. Gottfried Vosgerau, Dr. Sebastian Scholz und Jurymitglied Prof. Dr. Dr. Katrin Amunts.
GFFU-Präsident Buschmann und HHU-Rektorin Steinbeck bei Ihren Vorträgen
Begrüßung GFFU / Jahresbericht der HHU: GFFU-Präsident Thomas Buschmann und HHU-Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck bei ihren Vorträgen.
Preis der GFFU 2025: Preisträgerin Prof. Kraft
Preis der GFFU 2025: Preisträgerin Prof. Dr. Julia Kraft (Universität Potsdam) mit HHU-Rektorin Steinbeck und GFFU-Präsident Buschmann.
Weitere Preisträger
Die weiteren Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick (v.l.n.r.): Prof. Dr. Maria Grandoch (HHU), Dr. Alicja Strzalkowska (UKD) und Dr. Sebastian Scholz (HHU). (Alle Fotos: Dieter Joswig / GFFU).

Jahresveranstaltung 2026 im Düsseldorfer Industrie-Club


Vier Preise für Arbeiten aus Rechtswissenschaft, Medizin und Philosophie. 2,56 Millionen Euro für Forschung und Lehre. Eduard H. Dörrenberg wird Ehrenpräsident, Gregor Berghausen kommt neu in den Vorstand.


Düsseldorf, 16. Oktober 2026 - Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V. (GFFU) hat bei ihrer Jahresveranstaltung am 15. Oktober 2026 vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet. Rund 80 Gäste aus Universität, Wirtschaft und Förderern kamen dafür in den Industrie-Club Düsseldorf. Die Preise würdigen Arbeiten zum sozialen Vertragsrecht, zur Herz-Diabetes-Forschung, zur Glaukomchirurgie und zur Philosophie der Kognition.


Erste Jahresveranstaltung für Präsident Thomas Buschmann

Für Thomas Buschmann war es die erste Jahresveranstaltung als Präsident der GFFU. Der Leiter der Region West der Deutschen Bank steht seit November 2025 an der Spitze der Gesellschaft. „Mein erstes Jahr als Präsident und meine erste Jahresveranstaltung: Ich bin stolz auf das, was die GFFU leistet, und auf eine großartige Universität, die wir unterstützen dürfen“, sagte Buschmann. „Was hier in Forschung und Lehre entsteht, gibt Grund zu Zuversicht und Optimismus. Beides brauchen wir in unserer Gesellschaft gerade dringend.“


2,56 Millionen Euro für Forschung und Lehre

Die GFFU hat im Jahr 2025 insgesamt rund 2,56 Millionen Euro bereitgestellt. Das Geld floss in Forschung und Lehre an der HHU sowie in weitere satzungsgemäße Zwecke. Die Summe setzt sich zusammen aus den Mitteln der GFFU und den Mitteln der 25 unselbstständigen Stiftungen, die die Gesellschaft als Treuhänderin verwaltet. Damit bleibt die Förderung auf dem hohen Niveau der Vorjahre.


Ehrenpräsident und Neuzugang im Vorstand

Vor der Jahresveranstaltung tagte die Mitgliederversammlung. Sie ernannte Eduard H. Dörrenberg zum Ehrenpräsidenten der GFFU. Er hatte die Gesellschaft zwölf Jahre lang geführt, bis November 2025. Neu in den Vorstand gewählt wurde Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. Er bringt langjährige Erfahrung und ein breites Netzwerk in der regionalen Wirtschaft mit.


Neues aus der HHU

In ihrem Bericht zur Lage der Universität stellte Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck aktuelle Entwicklungen vor. Ein Schwerpunkt war die Medizin: Mit dem neuen Sonderforschungsbereich „Cardio-Diabetes-Crosstalk“ (SFB 1774) baut die HHU ihre Forschung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes weiter aus. Neue Akzente setzen auch das Institute for Philosophy, Politics, and Economics, das von Prof. Dr. Michael Moehler aufgebaut und geleitet wird. Professor Mohler wurde mit Deutschlands höchstdotiertem internationalen Forschungspreis, der Alexander von Humboldt-Professur 2026 ausgezeichnet. Des Weiteren wird im Dezember das Heine-Center für Resiliente Demokratie eröffnet, welches bestehende demokratiebezogene Strukturen und Forschungsbereiche der Universität bündelt. Steinbeck sprach außerdem darüber, wie Künstliche Intelligenz die Lehre verändert. Zum Abschluss blickte sie auf die erfolgreiche Nacht der Wissenschaft im September und die Vergabe von 476 Deutschland-Stipendien. 


Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026

  • Preis der GFFU 2025: Prof. Dr. Julia Kraft, Professorin für Bürgerliches Recht und Vertragsgestaltung an der Universität Potsdam. Sie wurde für ihre Habilitationsschrift „Armut und Vertrag. Über den liberalen Wert eines sozialen Vertragsrechts“ ausgezeichnet. Darin untersucht sie, welchen Schutz das Vertragsrecht Menschen in Armut bieten kann und sollte.
  • Reinhard-Heynen- und Emmi-Heynen-Preis 2026: Prof. Dr. med. Maria Grandoch, Direktorin am Institut für Translationale Pharmakologie. Sie erforscht, wie sich Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gegenseitig beeinflussen. Mit dem Sonderforschungsbereich 1774 schafft sie dafür interdisziplinäre Strukturen an der HHU.
  • Dr. Reinhard- und Emmi-Heynen-Förderpreis für Medizinische Forschung 2026: Dr. med. Alicja Strzalkowska, Oberärztin und Leiterin des Glaukomschwerpunkts an der Klinik für Augenheilkunde des UKD. Ausgezeichnet wurde ihre Arbeit zur Weiterentwicklung der operativen Glaukomtherapie, von der klassischen Trabekulektomie bis zu minimalinvasiven Verfahren.
  • Hans Süssmuth-Preis 2026: Dr. Sebastian Scholz vom Institut für Philosophie der HHU. Er geht der Frage nach, wann Modelle der Kognition Daten nicht nur vorhersagen, sondern tatsächlich erklären. Eine zentrale Rolle spielen dabei bedeutungsvolle innere Zustände, sogenannte Repräsentationen. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Gottfried Vosgerau, den Preis überreichte Jury-Mitglied Prof. Dr. Katrin Amunts.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger stellten ihre Forschung in Kurzvorträgen vor. Die Düsseldorfer Schüler-Jazz-Band Earworms begleitete die Preisverleihung musikalisch. Der Abend klang mit einem Empfang aus.


Eine Bildergalerie zur Veranstaltung finden Sie demnächst hier [in Vorbereitung].
 

Über die GFFU
Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V. wurde 1955 als Freundesverein der Medizinischen Akademie Düsseldorf gegründet. Seit der Gründung der Universität 1965 fördert sie die HHU. Sie unterstützt Forschung und Lehre, vergibt Wissenschaftspreise und verwaltet 25 unselbstständige Stiftungen als Treuhänderin.

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